R2G in Thüringen

Kurz nach Mittag am Freitag war es so weit: Mit der knappen Wahl von Bodo Ramelow zum Ministerpräsidenten von Thüringen steht nun erstmals ein Politiker der Linken an der Spitze eines Bundeslandes. Zudem bildet dieser 5. Dezember 2014 den Startschuss für eine rot-rot-grüne Regierung für die nächsten fünf Jahre. Das Regierungsprogramm besteht aus Kompromissen, ist größtenteils sozialdemokratisch-grün angehaucht und beinhaltet sehr konkrete und sinnvolle Ideen: Die jährliche Neueinstellung von 500 Lehrerinnen und Lehrern, die stark eingeschränkte Anwendung von V-Leuten als Konsequenz aus der NSU-Affäre, die übergeordnete Bedeutung von erneuerbaren Energien, die Einführung eines landesweiten Verkehrsverbunds, das Ende der Neuverschuldung für künftige Haushalte. Alles keine Aufreger – sondern ein ausgewogenes linkes Programm für die nächsten Jahre, mehr aber auch nicht. Wie sich allerdings die Union gegenüber eines demokratischen Prozess des durch Wahlen legitimierten Machtwechseln präsentiert, erweist sich mehr als fragwürdig: Anstatt die Niederlage zu akzeptieren und als Oppositionspartei an einer Zukunft für Thüringen mitzuarbeiten, marschiert man mit Nazis und Rechtspopulist*innen gegen die Auferstehung der SED-Diktatur und legt der neuen Regierung Stolpersteine in den Weg. Das zeigt auch wie weit das Verständnis von Demokratie bei gewissen Funktionären und Mitgliedern reicht: Eine Demokratie lebt von Wechseln, Alternativen und Diskussionen auf sachlicher Ebene, nicht von Einheitsparteien und langjährigem Verwalten eines Landes. Dass solche Werte verloren gegangen sind, ist ja auch durchaus dem Regierungsstil von Frau Merkel zu verdanken. Auch die machtverwöhnte Union muss lernen, mit Niederlagen und Rückschlägen um zu gehen und nicht stattdessen mit Nazis, Rassist*innen und Rechtspopulist*innen anzubändeln! Das ist eine Kröte, die man in einer funktionierenden Demokratie schlucken muss! Wir wünschen dem Bündnis in Thüringen viel Glück und Erfolg. Denn ganz Deutschland schaut nun auf euch und ihr seid „zum Erfolg verurteilt“ – wie es Andreas Bausewein (SPD) treffend ausdrückte.

#Thüringen #R2G #BodoRamelow

Ja zur Mobilität!

So jetzt wird es ernst! Die Chance ist da für ein Semesterticket für die Uni- und TH Studierenden in Nürnberg, Fürth und Erlangen.Ihr könnt mit eurer Stimme entscheiden aus den einzigen Uni-Städten ohne ein Semesterticket, welche mit einem Studierenden-Ticket zu machen, welches den Namen auch endlich verdient hat.
1. 6 Monate gültig
2. Altersunabhängig
3. Im ganzen VGN-Gebiet einsetzbar

Die Ausschlusszeit ist leider in diesem Bundesland aufgrund fehlender AStA (!!!!!) unabdingbar Mo-Fr 6-19 Uhr, jedoch für ein Upgrade von 193 € auflösbar. Das mag recht viel erscheinen ist aber immer noch unter dem jetzigen Preis und das bei einer zwei Monaten längeren Gültigkeit.

Also Studis wählt eure Fahrkarte für ein flexibleres Studi-Dasein vom 12. – 21. Januar 2015

https://www.facebook.com/events/657585641025807/

Mut zur Zivilcourage

Ein Verlust ist das schlimmste im Leben. Denn kein Mensch will etwas verlieren, was einem wichtig ist. Kein Mensch will etwas aufgeben was einem teuer ist und doch manchmal passiert etwas, da verliert man ohne Zutun eine wichtige Sache im Leben. Doch kann der Schmerz eine Sache, ein Ding, eine Freundin zu verlieren vergleichbar sein mit dem Schmerz eine Tochter zu verlieren? Es gibt nichts schlimmer, als wenn das Kind, welches man liebt vor seiner Zeit von uns geht. Wenn die Eltern am Begräbnis ihrer Tochter stehen müssen. Und doch geschieht so etwas immer wieder. So auch in Offenbach. Hier setze sich eine junge Studentin für 2 Junge Mädchen ein, die von mehreren jungen Männern in einer Mc Donalds Toilette bedrängt wurden. Zwar schien der Konflikt erst einmal geklärt zu sein, als die Männer von der tapferen Studentin und anderen Gästen aus dem Lokal gedrängt wurden. Ach wäre es schön und ein löbliches Beispiel, wenn die Geschichte hier vorbei wäre. Doch dem ist nicht so. Die Männer lauerten der Studentin vor dem Lokal auf und einer, der anscheinend wenig von Manieren und Courage hält, streckte unsere tapfere Studentin zu Boden und landete zusätzlich mit dem Kopf auf dem Biden, wodurch eine schwere Schädel-Hirn-Trauma festgestellt wurde. Seit Mittwoch wurde der Hirntod festgestellt und Freitagabend wurden die lebenserhaltenden Maschinen abgeschaltet. Am Tag ihrer Geburt und an ihren 23 Geburtstagen starb Tuğçe A.. Sie starb, weil sie Ideale hatte. Sie starb, weil sie schwächeres Beschützen wollte. Sie starb, als Vorbild zu dem wir aufschauen sollten. Sie starb als Ideal-Bild der Courage. Nun lassen wir sie nicht unvergessen Sterben, lasst ihren Tod nicht sinnlos erscheinen. Lasst ihren Andenken fortleben und ihre Ideale als Musterbeispiel und Verpflichtung eines Bürgers fortleben.
Deshalb fordern wir, dass Tugce posthum das Bundesverdienstkreuz verliehen wird. Auf das zukünftige Generationen zu so einem Beispiel aufschauen werde. Unser tief empfundenes Beileid für deine Familie. Unsere Tränen für dich und deine Familie. Auf das du unvergessen bleibst.
Tuğçe; „Was einem im Leben wichtig erscheint, dafür sollte man kämpfen. Nachher zu bereuen nicht gekämpft zu haben, ist schlimmer als den Kampf zu verlieren…“

# Tuğçe #Zivilcourage #Jazucourage #FightSexism #NeinzuGewaltanFrauen* #Bundesverdienstkreuz

Nazis – Nein Danke!

Am 15.11 wird wieder der sogenannte „Heldengedenktag“, wie immer zwei Wochen vor dem zweiten Advent gefeiert, begangen. Dieser Tag, der zwar schon seit 1922 begangen wird, jedoch gerade in der Zeit des Nationalsozialismus übermäßig nationalistisch ausgelebt wurde, ist ein Paradebeispiel faschistischer Auswüchse in Deutschland.

Besonders ist das in Wunsiedel,Bayern, daran zu sehen, dass eine Demonstration zum Gedenken an Rudolf Hess von der Partei „Der 3. Weg“, dem Nachfolger des verbotenen „Freien Netzes Süd“, angemeldet wurde.

Hier werden wieder Nazis ihre menschenverachtende „Politik“ verbreiten.

Das dürfen wir nicht zulassen!

Deshalb geht zur Gegendemonstration, um den Nazis zu zeigen, dass ihr keinen Bock auf sie habt!

Hier ist die FB- Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/823570361027229/?ref=22

GJ Erlangen

Neues vom Semesterticket

Es gibt Neuerungen zum Semesterticket in Erlangen und Nürnberg!
Die Altersgrenze für das Semesterticket scheint vom Tisch zu sein, wie nordbayern.de berichtet.
Der VGN wurde zurecht dafür kritisiert, das er plante das Semesterticket auf Studenten bis 26 Jahren zu beschränken. Alle Studenten, die über der Altersgrenze liegen, hätten somit keine Vorteile durch das Semesterticket. Durch freiwillige Soziale Jahre, den zweiten Bildungsweg, oder Auslandssemester, kann aber jeder Student schnell dieses Alter erreichen.
“ Begründet wird dies damit, dass diese Studierenden nur immatrikuliert seien, um in den Genuss von Vergünstigungen zu gelangen. Solche Studierende hätten ‚keine Ausbildungsabsicht‘.“ wie das Aktionsbündnis Semesterticket schreibt.

Ein Tag der Trauer – nicht der Freude

Der 9. November eines der wohl wichtigsten Daten der Geschichte. Neben der Hinrichtung von Robert Blum 1848 ist hier vor allem der Fall der Mauer 1989 anzuführen. Doch ein Datum ist dabei besonders hervorzuheben: 09.11.1938. In dieser Nacht wurde der Auftakt zu einem der schlimmsten Verbrechen der Nazis begangen. Die Reichspogromnacht, verharmlosend auch als Reichskristallnacht bezeichnet, war nur eines, aber dafür auch sehr schwerwiegendes Unrecht an jüdischen Mitbürger*innen. Menschenverachtende SS- und SA- Schlägertrupps bildeten hierbei die todbringende Bedrohung, durch die mindestens 400 Menschen massakriert wurden. Neben diesen unbeschreiblichen Gräueltaten an Bürger*innen wurden auch substantielle Kulturgüter deutschjüdischer Geschichte für immer aus dem Stadtbild ausradiert. Die Grundlage jüdischen Zusammenlebens in Deutschland wurde so endgültig erodiert.

Doch auch nach 76 Jahren dürfen wir so etwas nie wieder zulassen!

In einer demokratisch, pluralistischen Gemeinschaft darf kein solches faschistisches Unrecht jemals wieder erstarken. Eine Politikerin, die die „jüdische Weltverschwörung“ als gegebene Tatsache wiedergegeben hat (Sabine Wölfle, SPD), auch wenn sie sich dafür bereits entschuldigt hat.Rechtsradikale Schmierereien an Synagogen zum Beispiel in Dessau. Oder der AfD Politiker Dirk Helms, der kürzlich in einem Vortrag sich der Relativierung des von den Deutschen verursachten Holocaust schuldig gemacht hat, indem er den Bau von Gaskammern in Dachau den Alliierten unterstellte. Ganz stupide Hetze gegen Jüd*innen betreibt auch der AfD Politiker, Jan-Ulrich Weiß, Kreisvorsitzender aus der Uckermark, der eine Karikatur auf Facebook geteilt hat, in der er die „vermeintliche Gier der Familie Rothschild“ mit der des fiktiven und des durchtriebenen Simpsons-Charakters Mr. Burns vergleicht.

Deshalb fordern wir: Schluss mit antijüdischen Parolen und Vorurteilen! Gegen Antisemitismus in jeglicher Form, denn um mit Wilhelm von Humboldt zu schließen: „Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft.“

Grüne Jugend Erlangen

#GegenAntisemitismus
#NoAntisemitism